Fallstudie Mathecampus: Onlineshop und Moodle, verbunden durch eine eigene Schnittstelle

Eigenes Projekt: Mathecampus, ein Selbstlernangebot Mathematik für internationale Studienbewerber vor dem Aufnahmetest am Studienkolleg und der Feststellungsprüfung · Leistungen: Website mit WooCommerce-Shop, Lernplattform Moodle mit STACK, eigene Schnittstelle zwischen Shop und Moodle, Einstufungstest mit KI-Auswertung, Checkout für digitale Inhalte, Ratgeberseiten auf Deutsch und Englisch, Betrieb auf meinem Server · Website: mathecampus.de

Startseite von mathecampus.de, Mathematik für Studienkolleg und Feststellungsprüfung

Ein eigenes Projekt

Mathecampus ist kein Kundenauftrag. Hauptberuflich bin ich Dozent für Mathematik, und Mathecampus ist mein eigenes Lernangebot für internationale Studienbewerber. Ich habe es aufgebaut und betreibe es selbst. Wie in meinem Shop tagU probiere ich hier aus, was später in Kundenprojekten zuverlässig laufen muss.

Die Aufgabe

Mathecampus verkauft Zugänge zu Onlinekursen. Gekauft wird im Shop auf der Website, gelernt wird in Moodle, einer eigenen Lernplattform. Das sind zwei Programme mit getrennten Konten. Ohne Verbindung müsste ich nach jedem Kauf von Hand ein Konto anlegen, den Kurs freischalten und mir merken, wann der Zugang endet. Das sollte von selbst gehen, auch nachts und am Wochenende.

Moodle als Lernplattform

Der größte Kurs ist der Aufnahmetest-Trainer Mathematik. Er beginnt mit einer Einstiegsdiagnose. Danach folgen zwölf Grundmodule, von der Bruchrechnung bis zu Prozent und Verhältnissen, dazu zwei Zusatzmodule für technische Studiengänge und drei für Medizin und Wirtschaft. Jedes Modul hat einen Lerntext, ein Training und einen Modultest. Am Ende stehen sechs Probetests.

Die Rechenaufgaben prüft STACK. Diese Erweiterung für Moodle rechnet mit einem Computeralgebrasystem nach, ob eine Eingabe mathematisch stimmt. Sie vergleicht also keine Zeichenketten. In der Fragenbank des Trainers stehen mehrere Hundert solcher Aufgaben.

Die Schnittstelle zwischen Shop und Moodle

Für die Verbindung habe ich eine eigene Schnittstelle gebaut. Sie besteht aus zwei Erweiterungen, eine für WordPress und eine für Moodle. Im Shop lege ich je Produkt fest, zu welchem Kurs es gehört und wie viele Tage der Zugang gilt. Alles Weitere erledigt die Schnittstelle.

  • Nach einer bezahlten Bestellung legt sie das Konto in Moodle an und schreibt den Käufer in den Kurs ein.
  • Der Käufer bekommt eine Mail mit seinem Zugang und legt sein Passwort für Moodle selbst fest. Der Shop kennt dieses Passwort nicht.
  • Der Zugang endet nach der gekauften Laufzeit von selbst. Wer noch einmal kauft, bekommt die neuen Tage an die laufende Zeit angehängt.
  • Bei einer Erstattung, einer Stornierung oder einem bestätigten Widerruf sperrt sie den Zugang wieder.
  • Scheitert eine Einschreibung, versucht sie es nach 15 Minuten, nach 2 Stunden und nach 12 Stunden erneut und schickt mir eine Warnung.

Was beim Verkauf von Onlinekursen dazukommt

Für digitale Inhalte gelten beim Widerrufsrecht eigene Regeln. Im Checkout bestätigen Käufer deshalb in Pflichtfeldern, dass der Zugang sofort beginnen soll und dass sie damit ihr Widerrufsrecht verlieren. Diese Zustimmung steht mit Zeitpunkt in der Bestellmail. Den Moodle-Zugang gibt die Schnittstelle erst frei, wenn die Bestellbestätigung verschickt ist.

Für den Widerruf hat der Shop außerdem eine eigene Seite mit Formular. Wie diese Pflicht aussieht, erkläre ich im Ratgeber zum Widerrufsbutton.

Der Weg in den Shop

Vor dem Kauf steht ein kostenloser Einstufungstest. Seine 24 Aufgaben decken die zwölf Grundmodule ab, und das Ergebnis erscheint sofort im Browser. Wer möchte, bekommt eine persönliche Auswertung per Mail, auf Deutsch oder Englisch, sobald er seine Adresse bestätigt hat.

Die Texte dieser Auswertung schreibt eine KI, Claude von Anthropic. Punkte, Einschätzung je Modul, Fehlerbilder und Lernplan berechnet mein Programm, die KI formuliert sie nur aus. Sie darf keine Zahlen erfinden und keinen Erfolg versprechen. Ein Tagesdeckel begrenzt die Kosten. Ist er erreicht, wird die Auswertung ohne KI-Texte verschickt.

Dazu kommt der Kolleg-Kompass. Für 15 Studienkollegs beschreibt je eine Seite, wie der Mathe-Teil im Aufnahmetest aussieht. Jede Seite gibt es auf Deutsch und auf Englisch, und Suchmaschinen erkennen die beiden Fassungen als Paar.

Der Betrieb

Website und Moodle laufen auf meinem eigenen Server. Ich halte WordPress, Moodle und alle Erweiterungen aktuell. Ein Zwischenspeicher liefert die Seiten aus, und ein kleines Programm ruft sie alle zehn Minuten ab, damit sie dort frisch bereitliegen. Alle fünf Minuten prüft ein Wächter, ob die Website antwortet, und meldet mir Ausfälle. Die Besucherzahlen wertet Matomo auf meinem Server aus, Google Analytics brauche ich dafür nicht.

Das Ergebnis

Wer kauft, hat seinen Zugang, sobald die Bestellbestätigung verschickt ist, auch nachts und am Wochenende. Freischalten muss ich nichts. Abgelaufene und erstattete Zugänge schließen sich von selbst.

Google PageSpeed mobil: 99 bei der Leistung, 95 bei der Barrierefreiheit, je 100 bei Best Practices und SEO (öffentlich nachmessbar, Startseite, Stand 21. Oktober 2026).

Was das für Sie heißt

Sie verkaufen Kurse, Schulungen oder Lernmaterial? Dann kann ich Moodle auch an Ihre Website und Ihren Shop anbinden. Die Einrichtung vereinbaren wir nach Umfang, sie kommt zum Preis der Business-Website ab 1.499 € dazu. Den laufenden Betrieb von Moodle übernehme ich in der Betreuung zu 149 € im Monat.

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